Buschka entdeckt Deutschland

Buschka geht ins Kino: Magie der Moore

Filed under: Allgemein — 16. September 2015 @ 22:41

Jan Haft, Naturfilmfreunden spätestens seit seinen beiden Filmen über den Wald bekannt, bewältigt mit MAGIE DER MOORE diesmal volle 90 Minuten. Perfekt kombiniert er Outdoor-Bilder mit filigranen Makro-Tricks aus dem Studio. Sein Markenzeichen: jede Einstellung ist aufwändig in Szene gesetzt. Haft ist der Fellini unter den Tierfilmern, seit vielen Jahren schon DER Wunderknabe des NDR. Schwerpunkt bilden diesmal Regen- und renaturierte Hochmoor-Gebiete Nordeuropas, in denen sich alles um den feuchten Torflebensraum dreht, der seinen Bewohnern wenig Nährstoffe bietet, dafür aber unglaubliche Mengen CO2 bindet.

Erzähler Axel Milberg und die perfekt nuancierte Musik machen es mir leicht, mich auf die Geschichten von Bären, balzenden Schnepfen, dem ästhetischen Tanz von Dung-Sporen und herrlich verführerisch-rot und gleichermaßen tödlich lockendem Sonnentau einzulassen.

Haft bespielt meisterhaft alles von Moorlandschaften aus der Vogelperspektive bis zum Spektakel winziger Baggermäulchen und fast unsichtbaren Geißeln von Einzellern aus einem Moorsee.

Die MAGIE DER MOORE breitet sich trotz amtlicher Spielfilmlänge angenehm aus, und die Zeitrafferbilder von Nordlichtern und nebligen Vollmondnächten im Moor gehören zu dem Stimmungsvollsten, das ich im Bereich Naturfilm gesehen habe.

Bericht: Jörg Buschka

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