Buschka entdeckt Deutschland

Episode 2 – Teil 6

Filed under: (Offenbach) — 2. Oktober 2006 @ 21:35

snapshot20061002213026.jpg Das brasilianisch-deutsche Paar spricht über Ausländer-Politik, Integration schon im Kindergarten, Probleme und deren Lösungsansätze.
“Nebenbei” erfahre ich natürlich auch Privates.

Übrigens, wenn ich von dem “großen deutschen Ethnischen Umfeld” spreche, ist das nur ein bewußt naiv-plakatives Bild, mit dem ich sagen will, daß es vor den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts lange keine solch großen Zuwanderungen von Angehörigen wirklich grundlegend anderer Kulturen gegeben hatte. Ich erwähne ja schon im Interview, daß es immer Zuwanderer aus anderen Ethnien gegeben hat, also “Die Deutschen” immer eine gute Mischung waren. Also bitte: ich spreche hier NICHT vom “Großdeutschen Reich”, spiele auch nicht auf die sog. “Arier” an oder sonstwas. Wer da irgendso´n Müll auch nur drin riechen sollte, möge sich bitte kräftig die Nase putzen! ;)


4 Kommentare

  1. erik:

    ui – das ging ja jetzt auf einmal stark von unterhaltsam zu politisch – nicht das ich politisch doof faende – aber nur die meinung von 2 maennern und dabeistehend eine frau mit kind – haette man vll auflockern koennen das ganze – irgendwie durchmischen mit den typen von vorher oder so …

  2. joerg:

    Sorry, aber dann haste falsche Erwartungen an das Format. Steht genau im Konzept, wie die Sendung so \”tickt\”. Und leider muß ich Dir auch widersprechen: Ich vertrete (als \”zweiter Mann\”) bei dem Interview gar keine Meinung, sondern lasse das Ehepaar als meine Gesprächspartner erzählen. Ich stelle bloß die Fragen…

    Und was für einen Sinn hätte bei diesem Format denn ein Zeitsprung in die Vergangenheit zu den vergangenen O-Tönen/ Interviewpartnern aus dem \”sozialen Brennpunkt\”? Das hätte man (bei einer anderen Herangehensweise) vielleicht so \”auflockern\” können, aber doch nicht mit meinem Konzept. Ich will unter die Oberfläche gehen, und Themen auch mal diskutieren. Ich mache kein monothematisches filmisches Essay über Integration, sondern verfolge das kontinuitive Konzept \”immer der Nase nach\”. Da jibbet kein zurück. Nee, lieber Erik, das würde bei B.e.D. keinen Sinn machen.
    Ich habe z.B. auch bei \”Sir Henry\” unterschiedliches Feedback bekommen. Einige fanden die Passagen zu lang. Die meisten fanden es aber gut, daß ich ihm soviel Raum gegeben habe. Wer rein Oberflächliches sucht, findet womöglich bei Viva oder MTV eher was. B.e.D. sieht sich neben geisteskranker Unterhaltungspassagen eben AUCH in der Tradition der \”guten alten Reportage\”, also bedient von den Zielmillieus her z.B. auch die \”Bürgerliche Mitte\”, \”die Traditionsverwurzelten\”, \”die Etablierten\”, aber auch die \”Postmateriellen\”.

    Danke für Deine Kritik und viele Grüße!
    Schick´doch mal´n Link zu Deiner Website und zu Deinen Filmprojekten.
    Ich hab´beim Jan schon mal reingeguckt. Da sitzt Du so auf´ner Brücke etc.
    Sehr gut.

    LG, Jörg

  3. erik:

    also ich wollte dir nicht auf die fuesse treten – ehrlich gesagt kenn ich das konzept nicht und ging einfach von dem aus was ich bisher gesehen habe (so wie ich das bei allen anderen sendungen eben auch tue) – aber das wird sich ja alles mit der zeit zeigen

    zum thema meinung – du sagst sie zwar nicht direkt – aber deine meinung kommt schon stark durch – deine fragestellungen lassen da schon viel schliessen und damit gibst du sehr stark richtungen vor – man tut das mit fragen immer – ob das jetzt schlecht oder gut ist will ich nicht sagen

    ich persoenlich habe keinen fernseher weil mir das alles zuviel zeit kostet fuer zuviel nonsens – oberflaechlich mag ich nicht besonders und ich habe viel geduld mit sachen die dies nicht sind – aber auflockern steht hier nicht quer zu “guten alten reportagen” (ich glaube die redakteure damals sind auch nicht einfach der nase nach gerannt :-)) – dass das prinzip des konzepts immer der nase nach ist finde ich ok – dann kann ich aber nur sagen dass ich mir das interview so nicht so viel gebracht hat – das koennte ich ja in meiner “stammkneipe” (falls ich in kneipen gehen wuerde) irgendwie doch auch bekommen – oder gibt es tatsaechlich leute die zu faul sind ueber dinge zu reden und die deshalb zuschauen muessen wie andere darueber reden?

    ich weiss nicht mehr welchen teil – aber irgendeinen der vorherigen halt fande ich da besser – weil da irgendwie das gefuehl ein wenig aufkam “hej – das ist ja im prinzip das leben an sich dass um die ecke sein koennte und ich hab nix gewusst davon” – dann hat es auch einen mehrwert fuer mich wenn es nix ist was ich schon wuesste oder mir auch so vorstellen kann

    naja – genug der worte – ich lasse mal andere sprechen und gucke mir mal die naechste folge an :-)

    (wenn man hier auf meinen namen clickt kommt man uebrigens auch zu meinem blog – was ein teil meiner seite ist)

  4. joerg:

    Hey Erik,

    danke für Dein ausführliches Feedback!

    Du beschreibst mit “hej – das ist ja im prinzip das leben an sich dass um die ecke sein koennte und ich hab nix gewusst davon\” schon ganz gut EINEN Aspekt der Sendung.
    Und natürlich sind die Reporter der \”guten alten Reportagen\” nicht einfach der Nase nach gerannt, aber gerade deshalb ist B.e.D. ja so anders!
    Weil wir dem Zufall ´ne fette Chance geben.
    Ich meinte mit \”guter alter Reportage\” auch eher den öffentlich-rechtlichen \”Rest-Niveau\”-Anspruch und das entsprechend seriösere Spektrum im Vergleich zu manchen Privat-Klitschen.
    Jedenfalls: was für den einen spannend ist, ist für den anderen eben evtl. auch mal nicht so toll. So wie für Dich z.B. die Kneipen-Sache. Da ging´s mir echt um Lokal-Kolorit. Die Frage war da nicht, ob man das nicht genauso kennt, sondern es ist einfach ´ne Möglichkeit, ein paar Momente mit \”so Franken\” in ihrer mehr oder weniger absoluten Normalität zu verbringen. Da liegt aber auch die Crux: Ich find´die Szene (abgesehen vom besch… Ton) selbst nicht soooo spannend, hab´sie aber konsequent eingebaut, weil´s eben auch der Anfang eines Experiments ist.
    Du wirst sehen, daß sich in den späteren Episoden schon wieder viel mehr \”eingeschliffen\” hat, und daß z.B. auch kleine Gast-Auftritte von Musikern dabei sind etc. Durch die inzwischen gesammelte Erfahrung werden Jan und ich jetzt am Sonntag beim Dreh von Episode 6 natürlich anders arbeiten als beim ersten Mal. Ich habe z.B. noch mehr ein Auge für gute Protagonisten, wobei ich aber -wie gesagt- auch immer dem vermeintlich Banalen/ Normalen Raum geben will.

    Ich freue mich jedenfalls, daß Du weiter mit am Start bist, und kann i.Ü. Deine Seite nur wärmstens empfehlen.

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