Buschka entdeckt Deutschland

NÜRNBERG Teil 4

Filed under: Buschka entdeckt Deutschland,Nürnberg — 13. April 2008 @ 10:38

NürnbergVor der Hauptbühne des Christkindlesmarkt singt Buschka einem kleinen Mädchen ein Weihnachtslied, und wenige Minuten später trifft er auf “Knut, den Eishund”. Dann ist wieder der knallharte Reporter gefragt: zwischen Millionen von Schaulustigen kämpft sich Buschka bis zum Original Nürnberger Christkind (TM) durch, und verhandelt mit dessen Manager, daß es in die Kamera schauend “Buschka entdeckt Deutschland” sagen darf. Sensationell! Es folgen malerische Bilder aus dem historischen Stadtkern, die zum Träumen einladen, und eine zünftige Vesper mit Würsten (allerdings haben wir später erfahren, daß die Zweier-Variante, die wir vor der Kamera essen, nicht der Tradition der echten 3 kleinen Würste “Nürnberger im Weckle” entspricht).

Etwas außerhalb der buskasischen Tradition fahren Jan und Jörg dann mit dem Bus zum ehemaligen “Reichsparteitagsgelände”, das ganz am anderen Ende der Stadt liegt. Von der Haltestelle “Dokumentationszentrum” aus erkundet Buschka den absurden Schauer übriggebliebener NS-Architektur. Beginnend mit dem größten erhaltenen nationalsozialistischen Monumentalbau in Deutschland, der Kongreßhalle. Buschka spaziert durch den Außengang des visuell erdrückenden Gebäudes, das sich architektonisch am Kolosseum in Rom orientiert, und muß zwangsläufig an Hitlers Arbeitszimmer denken, in dem sich jeder Furz wie ein Gewitter angehört haben muß. Er ist dem größenwahnsinnigen Österreicher ganz dicht auf den geschichtlichen Fersen, entdeckt sogar “Spuren seines Führer-Autos”. Buschkas Ziel ist jedoch die “Steintribüne” genannte Zeppelintribüne, von der aus Hitler von 1933 bis 1938 die “wichtigsten” seiner extatischen Reden auf das Volk heruntergebrüllt hatte. Der Weg über den im Winter trockenen, zum Teil aber dennoch mit großen Wasserfurchen durchsetzten Dutzendteich ist für das Team nicht zu schaffen.

Die Sonne geht unter – Buschka hat ein echtes Zeitproblem! Doch er findet an der “Großen Straße” schließlich einen Autofahrer, der ihn zur Zeppelintribüne fährt. Dort angekommen, versucht Buschka, sich den Wahnsinn der NS-Veranstaltungen vorzustellen. Er rekapituliert die “Show-Veranstaltung” von 1934, in der Hitler und der Nachfolger des geputschten SA-Führers Ernst Röhm, Viktor Lutze, demonstrativ Geschlossenheit gezeigt hatten, und zeigt durch ein absurdes “Exempel”, wieviel allein der Ort selbst zur Wirkung des Gesagten beigetragen haben muß – unabhängig vom Inhalt der Worte…


NÜRNBERG Teil 4
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5 Kommentare

  1. Rob Vegas:

    Besten Dank für die “Love Vegas” Einladung! Die Anmod erinnerte mich fast an Garry Vegarow ;-) Sehr sehr schöne Location!^^

  2. Rob Vegas:

    ach jetzt habe ich bei 4 kommentiert und erst 1 gesehen – elende Firefox Tabs!

    Besten Gruß

    Rob

  3. Meiky:

    So, also den 4. Teil hab ich jetzt noch nicht, aber zum Rest muß ich was tippern.
    Ich weis nicht, wahrscheinlich liegt es dran da ich ja ganz aus der Nähe von Nürnberg bin (120 km), denn sonst könnte ich es mir nicht erklären, das mich die Nürnberbergserie besonders so fasziniert.
    Das ist halt die fränkische Heimat. Und schade, schade, ausgerechnet das Jahr ist eines der wenigen, in dem wir nicht auf dem Christkindlmarkt waren. Das wäre ja mal ein Ding gewesen, dem Jörg da persönlich über den Weg zu laufen.

    Bin auch wieder ganz platt, wie Du es wiederum geschafft hast, per Hund eine Frau kennen zu lernen und die dann auch noch Goldschmiedin ist. Aber noch nicht genug, dann auch noch in die Werkstatt zu kommen und wirklich, die wahrscheinlich best gelauntesten Franken, auch noch bei der Arbeit zu zeigen.

    Echt war, irgendwie hab ich mich heute wieder wie zuhause gefühlt. Na ja, kein Wunder, wenn man da auch schon überall mal gewesen ist.
    Und obwohl kein Schnee lag und jetzt schon Frühling ist, kam durch den Film eine weihnachtliche Stimmung rüber.
    Was ich allerdings darauf zurückführe, das eben diese mit der Kutsche und den Ständen und dem Markt, so richtig weihnachtliche Erinnerungen in mir geweckt hat.

  4. Thomas Preymesser:

    Hi.

    Übrigens: ich weiß nicht, ob das allen Zuschauern so klar geworden ist – das geplante riesige Stadion war nicht dieses Gebäude um das ihr herumgelaufen seid, sondern war bei der “Großen Straße”, neben dem kleinen Hügel auf der rechten Seite geplant. Da wo heute der Silbersee ist, der quasi die Baugrube des nicht vollendeten Stadions darstellt. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Silbersee_(N%C3%BCrnberg)

    -Thomas

  5. joerg:

    Lieber Thomas,

    ich denke, da stellt man keine Verbindung her. Denn das “Riesenstadion” – und so wird es ja auch erwähnt – war nur GEPLANT. Das Zeppelinfeld gab´s aber wirklich, und wurde für Hitlers Gebrülle “genutzt”.

    Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit! :)

    LG, Jörg

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